Theater

WORK

Uraufführung 18.02.17, THEATER HOF

 

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AFFE AUF LAVA

Uraufführung THEATER ANSBACH (Nov. 15)

Ein Stück über Kräuterdrogen

“Klassenzimmerstücke müssen mit wenig Theatermitteln auskommen und trotzdem den Punkt treffen, wo Infotainment zur Kunst wird, Emotionen freigesetzt werden und die Aufführung über sich hinausweist. Affe auf Lava trifft diesen Punkt. Dank Roland Sprangers Text. (…) Der Hofer Autor hat ein wirkungssicheres Stück Erzähltheater gebaut.”  (FLZ)

Valentin Bartzsch als Lasse in "Affe auf Lava"

 

LASSE:

“Wie’s hier schon riecht.

Sag mal, merkst du nicht, wie es hier riecht? Das muss man doch merken.

Es riecht wie immer. Es stinkt zum Himmel.”

 

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"Aufm Hobel. Meistens hab ich kein Ziel. Dafür bin ich schneller dort." - FLORIAN BÄNSCH und LILIJA KLEE, im Hintergrund PETER KAMPSCHULTE, PHILIPP BRAMMER (Foto: Harald Dietz)

HUNGERLEIDER

Uraufführung THEATER HOF (13.02.15)

 

“Tiefenbohrung in die bundesrepublikanische Vergangenheit: Mit dem Stück “Hungerleider” von Roland Spranger, einer locker drapierten Szenenfolge um die Mühsal der Eingliederung der vielen vertriebenen Deutschen in die junge BRD und den Umgang mit der NS-Vergangenheit ihrer Bewohner, hat das Theater Hof jetzt einen starken Stoff uraufgeführt, in einer starken Inszenierung (…) ein Stück voll dramaturgischer Eleganz (…) Generationenkonflikte, Schlussstrichdiskussionen, deutsche Opferhaltung: Natürlich ist “Hungerleider” auch heutiger, politischer Stoff.” (Die Deutsche Bühne)

INGRID: “Ich will modernes Essen!”

"Heimat. Ist ein Schuhkarton mit Fotos." - LILIJA KLEE, PETER KAMPSCHULTE und ANJA STANGE (Foto: Harald Dietz)

 

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LEUCHTMOOS

Aufgeführt vom “Jungen Theater Lörrach”

Juni/Juli 2014

 

LEUCHTMOOS spielt in einem Outdoor-Camp für verhaltensauffällige Jugendliche. Zwischen Gesprächstherapie und Sportaktivitäten kommt es schließlich zu einem Unfall, und die vier sehr unterschiedlichen Charaktere sind auf sich allein gestellt…

“Ich werde das auf keinen Fall machen. Klettern und so. Rafting im Wildwasser. Extrem Biken. Sich auf alles einlassen. Genick brechen. Ertrinken. Vertrauen haben. Natürlich ist alles richtig professionell abgesichert, die wollen uns ja nicht wirklich sterben lassen.”

Hannah Sieper in LEUCHTMOOS (Foto: Dr. Martin Schulte-Kellinghaus)

 

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URAUFFÜHRUNG
04.07.2012
Studio Theater Stuttgart

ANARCHOSHNITZEL SCHRIEEN SIE
Bühnenfassung von Roland Spranger nach dem gleichnamigen Roman von Oliver Maria Schmitt

Was macht man als unzufriedener, aufbegehrender Jugendlicher in der schwäbischen Provinz? Gleichgesinnte suchen, eine Band gründen und die Gitarren aufheulen lassen.Dies war auch die Devise von Peter Julius Hein und seinen Kumpels, denn sie taten sich zur “unbegabtesten, zerstrittensten Punkband Deutschlands” zusammen. Ruhm und Geld blieben aus – die Band löste sich schnell wieder auf. Zwanzig Jahre später hat die bürgerliche Bequemlichkeit die jugendlichen Revoluzzer von damals scheinbar eingeholt. Doch dann erhält Peter, inzwischen Mittdreißiger und antriebsschwacher Rebell, überraschend einen Anruf von Dr. Jürgen Hollenbach, genannt Hollo. Dieser weiß zu berichten, dass die damalige Sängerin der Gruppe, Itty Lunatic, ein Band-Comeback anlässlich eines aufsehenerregenden Fernsehauftritts angekündigt hat. Die alte Band soll noch einmal gemeinsam an den Start gehen! Und die Möglichkeit auf ein Wiedersehen mit Itty setzt bei Peter leidenschaftliche Gefühle frei, denn sie war – und ist noch immer – seine große Liebe. So begeben sich Peter und sein Freund Hollo, undurchsichtiger Arzt mit exzessivem Lebenswandel, auf einen Auto-Trip, um die ehemaligen musikalischen Mitstreiter zusammen zu trommeln. Stationen dieser rasanten Fahrt sind Stuttgart, Thüringen, die Insel Rügen und letztendlich Köln. Auf die Reisenden warten zahlreiche abenteuerliche Situationen und schräge Erlebnisse im Osten und Westen der verspießerten Republik. Grundlage der Inszenierung ist der erste Roman von Oliver Maria Schmitt (Jahrgang 1966). Es geht um Rebellion, Punk-Musik und die große Liebe.
HOLLO:
Zu den hektischen Rhythmen des Punk habe ich die wichtigsten Erfahrungen meines Lebens gemacht: Den ersten Geschlechtsverkehr, den ersten Autounfall, den ersten Kreuzbandriss und den zweiten Autounfall. Das kann mir keiner nehmen.
FUCK YOU!
(ANARCHOSHNITZEL SCHRIEEN SIE)

GRUPPE SENF: Uwe Peter Spinner (Sologitarre), Boris Rosenberger (Rhythmusgitarre und backvog), Margot Binder (voc), Christoph Franz (dr) und Jürgen Heimüller (bg) - vor der Auflösung wegen musikalischer Differenzen

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FYNN (Jörg Miethe) ist voll aggro

DAS COMEBACK DES JAHRES

Uraufführung

Landestheater Detmold

Premiere 23.03.2012

Nina und Roxy sind richtig gut befreundet und sprechen über alles, was wichtig ist: Jungs, die aussichtslose Kandidatur der eigenen Schwester bei einer Casting-Show (oberpeinlich!), Schule und der aktuelle myspace-Status. Außerdem geht das Gerücht um, ihr Mitschüler Fynn würde zurück in die Klasse kommen – total unglaubwürdig, das wäre ja das Comeback des Jahres! Schließlich lag Fynn nach einem Selbstmordversuch monatelang im Koma und sitzt jetzt im Rollstuhl. So jemand wechselt doch die Schule, oder? Als Fynn wirklich in die Klasse gerollt kommt und offensiv bis sarkastisch seine Behinderung kommentiert, wissen die beiden nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen sollen. Zudem platzt Nina plötzlich damit heraus, dass sie sich schuldig fühlt, sogar in psychiatrischer Behandlung ist, weil sie von Fynns Selbstmordabsichten nichts geahnt hat. Die Teenager-Welt bekommt Brüche, und Roxy muss erkennen, dass sie ihre beste Freundin lange nicht so gut kennt, wie sie dachte – und dass sie mit ihrer toughen Art ausnahmsweise nicht weiter kommt.

 

Roland Sprangers Stück über Freundschaft, Liebe und den Umgang mit dem Anders-Sein war nicht nur im KASCHLUPP! (der Kinder- und Jugendbühne des Landestheaters Detmold), sondern auch als Klassenzimmerstück zu sehen.

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HALBMARATHON

Präsentiert auf den Deutsch-Französischen Theatertagen 2009 in Karlsruhe und Straßburg

Logo der Deutsch-Französischen-Theatertage 2009

Es sind die kleinen Dramen des Alltags,von denen Roland Spranger in seinem Stück HALBMARATHON bestechend lakonisch und unprätentiös erzählt. Viel scheint nicht zu passieren, so meint man, doch das täuscht. Sprangers Figuren kommen ihren Träumen – wie so oft auch im wirklichen Leben – erst durch die Erfahrung von Schmerz und Verlust näher. Der Verrat, der dafür begangen wird, wirkt allzu menschlich. Ob Mara, die jugendlich aufbegehrt und das Affentheater zwischen ihren Eltern dann recht nonchalant beendet, der von seinen Sehnsüchten zerrissene, vollkommen orientierungslose Thomas oder Sascha, der schließlich gar nicht mehr so genau wissen will, von wem das Kind nun wirklich ist, Sprangers traurig-komische Charaktere bleiben symphatisch in ihrem Scheitern sowie in ihren kleinen Siegen. Und auch das ist der unaufgeregten Schreibkunst Roland Sprangers zu verdanken. (HARTMANN & STAUFFACHER)

MARA: “Stille zu zeichnen ist eine große Herausforderung. Alles was laut ist, lässt sich leicht zeichnen. Auch Geschwindigkeit ist einfach. Langsamkeit ist wie Stille. Schwer. Es dürfen nur wenige Striche sein. Am Besten ein weißes Blatt Papier.” (HALBMARATHON)

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PINGUINE

Uraufführung 17.02.2005

Theater Vorpommern (Greifswald/Stralsund)

DOWN: Lena (Marta Dittrich) + Boris (Christian Holm)

 

INHALT:
Paranoia ist nicht nur ein unserer Zeit angemessenes Lebensgefühl, sie ist, so zeigt sich immer wieder, alternativlos. Denn dass das Handy uns mit “Petri Heil” begrüßt, seit wir Fischstäbchen im Online-Shop bestellt haben, ist ja nur der popkulturelle Ausläufer eines viel größeren Problems.
Boris hat das erkannt. Und er ist vorbereitet. Seinen physischen Aktionsradius hat er auf sein Appartment beschränkt. Kontakt zur Außenwelt nur über Telekommunikationsmittel, Lebensmittelversorgung durch Bringdienst. Webcams sind zu seinem dritten Auge geworden, beobachten Pinguine am Südpol mit gleicher wachsamer Teilnahmslosigkeit wie das Verkehrsaufkommen vor Seattle. Das Ungeheuerliche ist überall versteckt, in Form kleinster Informationsteilchen breitet es sich wie ein Gespinst aus. Man muss alles nur zu lesen wissen.
Es klingelt an der Tür, was seit Monaten nicht mehr außerhalb des Plans vorgekommen ist. Lena. Früher. Ex-Beziehung.
Die Rolle der Ahnungslosen spielt sie schlecht, aber Boris kann sich nicht erklären, was der wirkliche Grund für ihr Kommen ist. Jedenfalls prallen ihre Fröhlichkeit und ihr “Wir hatten doch eine gute Zeit”-Gehabe genauso an Boris’ Zynismus ab wie Lenas laut artikuliertes Unverständnis über seinen neurotischen Lebensstil. Nur einige melancholisch vorgetragene Rituale sind geblieben.
Als Lena gegangen ist, entdeckt Boris das Päckchen – und läutet eine neue Eskalationsstufe ein.

KOMMUNIKATION: Boris (Christian Holm) + Lena (Marta Dittrich)

BORIS:

“Die Pinguine stehen immer noch nebeneinander, als hätte nie einer von ihnen das Wort GEMEINSCHAFT in den Schnabel genommen. Als hätten sie das unverschämte Glück, von ihrer Gemeinschaft nichts zu wissen… Ich glaube, man kann den Pinguinen zurufen, was man will. Sie werden weiter bloß rumstehen und sich mögen. Das unterscheidet den Menschen vom Tier oder zumindest vom Pinguin.”

Das Stück wurde auch zu den Norddeutschen Theatertagen 2005 in Osnabrück eingeladen.

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JUNIMOND

Uraufführung: Gostner Hoftheater (Januar 2005)

Ein Singspiel mit Rio-Reiser-Songs, kopflosen Giraffen und einer durchgeladenen Knarre.

Im Gostner spielten die bezaubernde Elisabeth Wasserscheid (mittlerweile: TATORT-Kommissarin) und Rock-Urgestein Sonny Hennig (Ihre Kinder – tatsächlich die erste Rock-Band mit deutschen Texten).

 

JULE:

“Obwohl das Wasser schweinekalt war, haben wir miteinander gebadet. So was bringt man nur fertig, wenn man echt verliebt ist. Es ist schön, engumschlungen in eiskaltem Wasser zu stehen und zu spüren, wie man zittert. Bei einem Konzert ist Alex tot auf der Bühne zusammengebrochen, nachdem er das Mikro angefasst hat. Stromschlag.”

 

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TSUNAMI

Uraufführung Südostbayerisches Städtetheater Landshut/Passau (2000)

 

Thorsten Danner tanzt den BRIAN-MOLKO

 

Uli schwappt seine private Katastrophe aus dem Anrufbeantworter entgegen: Johanna hat ihn verlassen, weil sie von seiner Affäre mit Nicole erfahren hat. Zielstrebig richtet er sich zwischen Sportschau und Dosenbier in seinem Selbstmitleid ein. Nach einer schlaflosen Nacht lernt Johanna Crash kennen, der sich seinen Lebensunterhalt als Tänzer in einer Disco verdient. Die beiden gehen zu ihm nach Hause. Sie versuchen, sich kennen zu lernen, aber sie reden doch nur aneinander vorbei. Die Situation eskaliert, als Chrashs Freundin Mandy auftaucht und plötzlich die Pizzastücke tief fliegen. In der Zwischenzeit versucht Uli, mit Polaroidfotos seine Erinnerungen zusammenzubasteln. Als es klingelt, steht Nicole vor der Tür, die ihrerseits bemüht ist, ihr Leben mit Hilfe ihrer Therapeutin Ingrid auf die Reihe zu bekommen. Aus diesem Anlass okkupieren die beiden Frauen erst einmal Ulis Wohnung in einem regelrechten Kreuzzug. Außerdem hat Nicole noch ein paar Überraschungen parat, um sich endgültig von Uli freizumachen. Die anderen Personen beginnen ebenfalls mit den Aufräumarbeiten in ihren verwüsteten Beziehungen und ihrem durcheinander geratenen Leben, auch wenn es natürlich an vernünftigen Erklärungen mangelt. Ein Spielstand wird nicht eingeblendet.
Der Umgang mit Gefühlen bleibt befremdlich, und alle Versuche, sie sich zu erklären, mutieren zu modernen Mythen, in denen man sich einrichten kann, aber mit denen sich doch nicht leben lässt. Die Versuche zu kommunizieren werden bereits in der Testphase abgebrochen. Stadtmenschen werden gezeigt, beständig in Bewegung auf der Stelle tretend.

Silke Bodenbender und Thorsten Danner in TSUNAMI

PIZZALIEFERANT:
“Eigentlich habe ich nichts anderes zu tun, als Pizza auszuliefern, aber na ja, manchmal weiß ich nicht, was sich die Kunden von einer Pizza versprechen. Das ist ja nur eine Pizza, sonst nichts.”

Die Inszenierung wurde auch bei den Bayerischen Theatertagen 2000 in Nürnberg gezeigt.

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TIEFSEEFISCHE

Uraufführung am Südthüringischen Staatstheater Meiningen (Dez. 1999) nachgespielt u.a. in Stuttgart, Hamburg, Würzburg, Oldenburg, Hof und Stendal. Entdeckt wurde es 1998 bei den Autorentheatertagen des Staatstheaters Hannover (Leitung: Ulrich Khuon).  Die Einladung zu den Autorentheatertagen erfolgt durch die Kritikerin Petra Kohse (taz).

 

TIEFSEEFISCHE: Plakat der Uraufführung des Staatstheaters Meiningen

Wie kann man überleben gegen seine Träume, mit seiner Angst und ohne Geld?
Anne ist vor den Bürden des Lebens in den Schrank geflohen. Nur über Aufzeichnungen mit einer Videokamera kommuniziert sie noch mit ihrem Freund Nico.
Der wiederum ist eigentlich Dichter, schleppt aber zur Zeit den ganzen Tag Schweinehälften im Kühlhaus, was eben nicht nur orange-lila-türkise Haut bringt, sondern auch Geld. Sein Freund Mike ist da viel gelassener. Zwar steht seiner Freundin Britt und ihm das Wasser bis zum Hals; eine neue E-Gitarre muss aber trotzdem her – auch wenn er nicht Gitarre spielen kann. Das Leben als Road-Movie.

Anne: “Bewegung. Nicht denken müssen. Und wir reden. Wir machen alles mögliche, damit die Einsamkeit nicht zu groß in uns wächst.” (TIEFSEEFISCHE)

Hier die Bus-Szene in unterschiedlichen Inszenierungen:

Stuttgart - Theater DIE RAMPE: Johanna Niedermüller und Uwe Peter Spinner (Regie: Judith Schenten)

Würzburg: Anna Kita und Martin Schwartengräber (Regie: Dr. Michael Baumgarten)

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