CRIMINALE-Podcast

CRIMINALE-Podcast. Der sehr kluge “Radio Z” Redakteur Tobias Lindemann unterhält sich mit mir. Und ich lese aus KRIEGSGEBIETE.

Eingefädelt hat das Ganze meine Kollegin Madeleine Weishaupt. Ganz besonderen Dank an sie. Ich hatte viel Spaß. Die Kollegin Weishaupt hat mich auch um einen Gedankensplitter zum Thema “Schreiben” gebeten. Hier ist er:

„Schreiben? Zuerst sammle ich alles: Eindrücke, Gedankenfetzen, Orte, Begegnungen. Manchmal kann ich meine eigene Schrift im Notizbuch nicht entziffern. Die bunten Haftzettel neben meinem Schreibtisch zeigen herausforderndes Verhalten. Langsam puzzelt sich in meinem Kopf ein Text zusammen. Wenn ich ihn niederschreibe, macht er, was er will. Soviel Spielraum lasse ich ihm. Darum geht es doch beim Schreiben: Freiheit.“

Und hier geht es zum Podcast:

http://www2.kubiss.de/podcast/bio/2014/2014_05_spranger.php

KRIMI-SLAM-SHOW Reloaded

Roland Spranger präsentiert die KRIMI-SLAM-SHOW

Rückblick auf die KRIMI-SLAM-SHOW im Galeriehaus Hof im Rahmen der KrimiLiteraturTage Vogtland (Fotos: Carsten Steps). Ich freue mich, den Abend mit folgenden Kollegen verbracht zu haben:

Gunnar Schuberth und Manfred Köhler im Team als Serientäter. Beide lesen aus der Tommy-Gun-Krimireihe. Die Handlung ist verzahnt und schön “Old School” mit Sex & Crime. Manfred greift sogar zu theatralischen Mitteln.

Petra Steps, die Initiatorin der Krimiliteraturtage Vogtland, berichtet humorvoll davon, dass es vom Fitness-Studio-Besuch bis zum Amoklauf nur ein paar kleine Schritte auf dem Laufband sind. Thanos Kießling, verneigt sich mit einem sehr dichten, poetischen Krimi-Text vor dem Film Noire. Hammermäßig vorgetragen.

Denise Anhölcher: Die junge Slamerin verzaubert mit bösartig-leichten Texten und charmantem Vortrag. Kollege Christoph Krumbiegel, informiert das vorher ahnungslose Publikum über Morde im Weihnachtsmilieu. Ein Meister des skurril-trockenen Humors und des launigen Vortrags. Weihnachten ist anders.

Bettine Reichelt, erzählt von einer Entführung mit Engel. Auch so was, das man nicht alle Tage hat… Aber keine Frage, dass ich mich über den Auftritt meines Sohns Lukas Spranger besonders gefreut habe (gemeinsame Geschichte und so). Ein Slamer, der keinen Slam-Text macht und so nebenher vom Sterben erzählt, dass man dennoch nicht weg möchte. Eine erste Fassung. Kann groß werden.

Und am Ende der Show der Meister selbst: Galeriehaus-Chef Werner Weinelt.

Die (wichtigste) Kneipe, in der ich sozialisiert wurde. Noch analog...

Mehr Fotos von Carsten Steps unter:

http://www.krimitage-vogtland.de/index.php/mordsbilder/category/61-krimi-slam-show

Rezension zur Shakespeare-Anthologie

Ralf Sziegoleits Rezension in der Frankenpost zu “To die, or not to die”. Die Shakespeare-Anthologie ist im Ars Vivendi Verlag erschienen. Herausgegeben von Thomas Kastura. Die Buchvorstellung findet am So. 25.05. um 11 Uhr im Rahmen der CRIMINALE statt. Ort: Staatstheater Nürnberg, Blue Box.

Hier geht’s zur Rezension:

http://www.frankenpost.de/regional/feuilleton/Vierzehn-Kurzkrimis-frei-nach-Shakespeare;art6787,3344412

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CRIMINALE in Nürnberg/Fürth

Die CRIMINALE, das größte deutschsprachige Krimifestival, wird vom 21. – 25. Mai in Nürnberg/Fürth stattfinden. Über 200 Krimiautoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden sich in den beiden Städten einfinden und ihre aktuellen Publikationen präsentieren. Außerdem gibt es ein spannendes Rahmenprogramm (Theater, Kino, Vorträge, Diskussionen und vor allem ein Fußballspiel, das ähnlich legendär ist, wie das der Hofer Filmtage). Also Krimifans: Kommt zuhauf!

Der Höhepunkt ist wie immer die Verleihung der Glauser-Preise am Samstagabend. Ganz besonders freue ich mich, dass das zweite Mal in Folge ein Buch aus dem Bookspot-Verlag in der Sparte “Bester Roman” nominiert wurde: “Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe” von Michael Böhm. Bei der letztjährigen CRIMINALE in Bern erhielt ich für meinen Thriller “Kriegsgebiete” den Friedrich-Glauser-Preis in dieser Sparte. Erstmals ging damit ein bedeutender Krimi-Preis nach Franken, das nun selbst Austragungsort des Festivals ist.

Meine Lesungen in Nürnberg:

Motto: “Aus der Bahn geworfen”

Ort: DB-Museum, Fahrzeughalle I, Lessingstr. 6, Nürnberg

Zeit: 23. Mai – 18 Uhr / 17 Uhr kostenlose Führung durchs Museum

Führung und Lesung nur mit Anmeldung unter Tel.: 01804442233

Ich lese aus meinem Roman ELEMENTARSCHADEN. Außerdem lesen Christine Bonvin (Schweiz) und Christian Klinger (Österreich).

 

“To die, or not to die – Krimi-Matinee für Shakespeare”

Ort: Staatstheater Nürnberg, BlueBox

Zeit: SO, 25. Mai – 11 Uhr

Buchvorstellung der Shakespeare-Anthologie aus dem Verlag “ars vivendi”. Lesung mit JÜRGEN ALBERTS, EWALD ARENZ, THOMAS KASTURA, RALF KRAMP, PETRA NACKE und ROLAND SPRANGER.

 

Weiter Informationen zur CRIMINALE hier:

Glücklicher Autor mit dem Friedrich-Glauser-Preis (Bern, 20.04.13)

 

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ELEMENTARSCHADEN im Kulturgewächshaus

Die Stimmung im Kulturgewächshaus Glauchau war einzigartig – aber auch draußen hatte sich die Atmosphäre mit mir verschworen: Dunkle Unwetterwolken, Hagel, Gewitter. Genau das Richtige für eine Lesung aus meinem Roman ELEMENTARSCHADEN. Vielen Dank an Reiner Schottstedt für das Video.

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KRIMI-SLAM-SHOW

Krimi-Slam-Show
Eine Veranstaltung der Krimi-Literatur-Tage Vogtland

Ort: Galeriehaus Hof

Zeit: Fr. 16.05.14 / 19 Uhr

Show mit kurzen krimi-lastigen, überraschenden Texten. Vorgetragen am Veranstaltungsort des Hofer Poetry-Slams in bewährt launiger Atmosphäre. Teilnehmer sind die Krimi-Wiederholungstäter Volker Backert, Manfred Köhler, Christoph Krumbiegel, Gunnar Schuberth und Petra Steps. Verstärkt durch Krimi-Ersttäter Thanos Kießling und zwei bekannte Mitglieder der berüchtigen Poetry-Slam-Szene: Lukas Spranger und Denise Anhölcher. Es ist damit zu rechnen, dass weitere Affekttäter zuschlagen. Durch das Programm führen wird der preisgekrönte Hofer Thriller-Autor Roland Spranger (ja, schon klar – das bin ich). Die Krimi-Slam-Show findet im Rahmen der Krimiliteraturtage Vogtland statt.

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Neulich im Dampfbad (1)

Neulich im Dampfbad.
Die Tür geht auf. Ein laut quatschendes Quartett tritt ein. Lässt die Tür zu lange auf. Der Dampf und die Ruhe entweichen.
Drei Herren mit rasierter Brust und eine Dame, die es gewohnt ist, im Mittelpunkt zu stehen.
Die Akkustik im Dampfbad ist wirklich gut. Zu gut. Man kann nicht weghören. Man kriegt jeden Scheiß mit, auch wenn man sich dagegen wehrt. Gesprächsthema: Überwachung. Die NSA hat nicht nur Muttis Handy abgehört wie man mittlerweile weiß, sondern auch das von Onkel Gerhardt. Was will man machen? Hat ja auch irgendwie jeder damit gerechnet.
Sagt einer, dass er im Fernsehen gesehen hat, dass man aufgrund bestimmter Verhaltensmuster mit Computern Psycho-Algorythmen berechnen könne, ob einer irgendwann zum Serienmörder werden wird oder nicht. Mit 80-prozentiger Trefferquote.
„Wahnsinn“, sagt der Herr mit der lautesten Stimme. Er hat schon öfter sportlich „Wahnsinn“ gesagt – und er ist auch davon überzeugt. Vor allem von sich selbst.
„Ich finde, das gut“, sagt die Blonde, „dann kann man die Mörder wegsperren, bevor sie einen Mord begangen haben.“
Der, der es im Fernsehen gesehen hat, gibt zu bedenken: „Aber 20 Prozent sind unschuldig.“
„Wenn man damit ein Verbrechen verhindern kann“, sagt die Blonde. „Du bist doch auch froh, kein Opfer zu sein.“
Ich könnte jetzt der Blonden erklären, dass einige ihrer Verhaltensmuster (zum Beispiel „Im-Mittelpunkt-stehen-wollen“) vielleicht zufällig mit denen von Serienkillern übereinstimmen, aber ich lasse es bleiben. Stattdessen gehe ich raus. Dampfbad macht mich zu friedlich. Im Außenbecken ist es ganz ruhig. Es ist erleuchtet und es ist keiner da. Ich schwimme ein paar Bahnen und denke über „Minority Report“ nach. Und wie leicht es ist, einen Polizeistaat zu errichten. Die nassen Haare frieren in einer kalten Nacht an der Kopfhaut fest.