HOFS LITERARISCHSTE BOYGROUP

HOFS LITERARISCHSTE BOYGROUP

KIESSLING/KRIEGEL/SPRANGER

Zeit: Sa. 22.06.13 – 22 Uhr

Ort: Studio, Theater Hof

Die Boygroup schaut - (vlnr. Roland Spranger, Thanos Kießling und Dominic Kriegel

Präsentiert wird das Programm HARTE BANDAGEN

im Rahmen der 10. Hofer Kulturnacht
Samstag 22. Juni 2013,
ab 19.30 Uhr bis “open end”
Theater Hof, Freiheitshalle Hof, Freigelände

Hofs Literarischste Boygroup bringt an diesem Abend schlagkräftige Texte, erfüllt den Bildungsauftrag und organisiert den Zombie-Poetrie-Slam “Dead Or Dead” mit ausschließlich toten Dichtern.

Zitat Goethe:

“…in der Ausführung spürt man wenig Geistreiches.”

Roland Spranger (links) und Dominic Kriegel (rechts) auf der Suche nach dem Tiefpunkt. Thanos Kießling (im Hintergrund / halb verdeckt) ist in dieser Situation noch bemüht, Kontrollverlust zu vermeiden.

 

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SONDERHOLM 7

Ich erlaube mir mal, auf die ganz wundersame Veranstaltungsreihe SONDERHOLM hinzuweisen. Mein Freund Krischan Holm hat sich das wirklich fein ausgedacht. Das aktuelle Programm "sonderholm 7: Ornithologen am Scheideweg" wird noch einmal am So. 16.06. um 20 Uhr 30 im Cafe Koeppen in Greifswald wiederholt. Wenn Ihr in der Nähe seid: Unbedingt hingehen! Eine Show, die deinen Tag perfekt macht.

Lest Kindern vor!

Muss auch mal sein: Spranger denkt nach.

Nach meiner Lesung im Rahmen der “KrimiLiteraturTage Vogtland” in Reichenbach wurde ich gefragt, warum ich so gut lesen kann. Spontan antwortete ich darauf, dass ich mehr als 15 Jahre in verschiedenen Theatergruppen als Schauspieler und Regisseur aktiv war. Ausgiebiges Training.

Erst auf dem Nachhauseweg (war hier: A 72) wurde mir klar, dass das nicht stimmt. Oder nur ein Teil meines Werdegangs ist. Vielleicht der Unbedeutendere. Meinen Tonfall und die Vorlese-Kompetenz habe ich woanders erlernt. Bei meiner Großmutter, auf deren Schoß ich immer und immer wieder “Hänsel & Gretel” hören wollte. Gespannt auf die kleinen Veränderungen, die es jedes Mal gab. Manchmal habe ich meine Oma verbessert. Das war immer wieder eine Übung in Aufmerksamkeit, aber auch ein Ritual. Als ich noch nicht lesen konnte, haben sich Comics mit ihrer ganzen Lebendigkeit, mit ihrer Visualität an mir gerieben. Ja klar, das waren noch keine Graphic-Novels sondern “Walt-Disney’s-Lustige-Taschenbücher” und “Bessy”. Aber es hat gereicht, dass ein 5-jähriger sich die Beschriftungen der Sprechblasen ausdenkt. Laut spricht. Mit verstellten Stimmen. Manchmal werde ich nicht mal so weit vom Original-Text entfernt gewesen sein. Später hat mir mein Stiefvater jeden Sonntag-Abend Karl May vorgelesen. Auf eine Art, als würde er von etwas erzählen, das er selbst einmal – oder gerade eben – erlebt hat. Ich lag im Bett und er saß in einem Sessel daneben. So was merken sich Kinder. Wahrscheinlich sollte  mich die Privatlesung am Sonntag früher ins Bett bringen, weil ich am Samstag Abend länger aufbleiben durfte. Hat nicht geholften. Nachdem das Licht aus war, habe ich mir noch stundenlang vorgestellt, wie ich Winnetou vom Marterpfahl befreie.

Damit hatte ich alle erforderlichen Vorkenntnisse: ZUHÖREN.

Die höheren Weihen des Vorlesens habe ich erst später erhalten. Unter anderem während eines einjährigen Praktikums in einem Kindergarten. Die Mamas sprachen mich manchmal als “Tante” an (das passiert heute hoffentlich nicht mehr), aber während des Vorlesens war ich Magier. Die Faszination in den Kinderaugen werde ich nicht vergessen. Diese unbedingte Aufmerksamkeit. Das Beste war: Meine Anleiterinnen überließen mir die Wahl des Buchs. Meistens bevorzugte ich Bilderbücher, die ein wenig frech waren. Wie gesagt: Comicaffin. Aber am Meisten habe ich gelernt, als ich meinen eigenen Kindern vorlas. Bei “Jim Knopf und die Wilde 13″ knistert die Spannung. “Lucky Luke” mit verstellten Stimmen. Im ganz wunderbaren japanischen Bilderbuch “Ich will’n Dino!” entdecken die Kinder bei jedem Lesen etwas Neues. Oder interpretieren auch etwas Altbekanntes neu. Überhaupt sind gute Bilderbücher bei jedem Durchblättern ein neues Abenteuer. Mit diesen kleinen Menschen, die sich eng an dich gelehnt, auf diesen Moment und auf die gemeinsame Entdeckungsreise einlassen. So bin ich zum Schreiben und zum Vorlesen gekommen. Und dass mein Sohn Lukas gerade immer wieder Poetry Slams rockt und auch Magdalena und Samuel kein Problem haben, sprachlich ihre Persönlichkeit auszudrücken, hat ganz bestimmt genau damit zu tun: Mit dem Vorlesen von Geschichten, die man selbst liebt.

Also: Leute, lest euren Kindern vor!

Weitere Fotos meiner Lesung während der “KrimiLiteraturTage Vogtland” in Reichenbach gibt es hier:

http://www.krimitage-vogtland.de/index.php/mordsbilder/category/29-24-kriegsgebiete

Auf Reisen: SCHILDER

 Hier ein paar auf meinen letzten Reisen gefundene Schilder.

Bern. Erst noch mal drüber nachdenken. Die Kornhausbrücke ist an der höchsten Stelle über der Aare 48 Meter hoch. Schaut hinterher scheiße aus.

 

Bern. Wie gesagt: Die Kornhausbrücke ist wirklich sehr sehr hoch.

Bern. Kiosk-Schicksal im digitalen Zeitalter. Doof, wenn man analog Zigaretten und Bier braucht.

 

Usedom. In Peenemünde waren die Nazis innovativ und haben an ihren Geheimwaffen gebastelt. Jetzt ist die Vergangenheit noch vor Ort. Und auch der Schwachsinn hat weltweit überlebt.

Rezi zu KRIEGSGEBIETE auf SchöneSeiten

Rezi bei “SchöneSeiten”. Caterina Kirsten hat in ihrem Blog für Gegenwartsliteratur KRIEGSGEBIETE besprochen. Endlich checkt mal jemand, warum ich den Plural für den Titel gewählt habe. Auch sonst ist dieser Blog für alle lese- und entdeckungsfreudigen Menschen übrigens eine schöne Anlaufstelle.

Hier geht es zur Rezension:

http://caterinaseneva.wordpress.com/2013/05/16/roland-spranger-kriegsgebiete/

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