Leserunde zu KRIEGSGEBIETE

Seit 29. Juni findet bei Leserunden.de eine Online-Leserunde statt, die ich als Autor begleite. Ich bin schon gespannt, was an Fragen, Meinungen und Diskussionen kommt. Und mal grundsätzlich: Ich finde, hier werden die Möglichkeiten des Internets wunderbar genutzt. Genau wie das Schreiben eines Buchs ist ja auch das Lesen eine eher einsame Tätigkeit. Der gemeinsame Online-Diskurs hat etwas von der mit modernen Mitteln wieder aufgenommenen Idee eines literarischen Salons. Die Konzentration auf ein Thema/ein Buch in einem Forum ist ein Musterbeispiel gegen die dem Internet oft vorgeworfene Beliebigkeit.

Hier kann die Leserunde verfolgt werden:

http://www.leserunden.de/index.php/board,486.0.html

Aber Vorsicht!! Hier diskutieren Leser untereinander und mit dem Autor – es herrscht also erhöhte Spoiler-Gefahr. Wer KRIEGSGEBIETE in nächster Zeit lesen möchte, sollte erst später auf diese Seite gehen.

6 Fragen zu ANARCHOSHNITZEL SCHRIEEN SIE

FRAGE:

Ich habs gegoogelt und gedudet. „Schrieen“ schreibt man tatsächlich so. Jetzt verfolgt mich die falsche Schreibweise aus den letzten Jahrzehnten. Aber „Anarchoshnitzel“? Ist das absichtlich falsch geschrieben?

SPRANGER:

Neue Rechtschreibung. Da kann man nix machen.

FRAGE:

Passt Humor zu Punk?

SPRANGER:

Unbedingt. Wenn man in meinem Alter Teil einer Jugendbewegung sein will, muss man schon Humor entwickeln. Im Grundkonzept des Punk war ja nicht vorgesehen, dass man älter wird und sich in der Nieten-Lederjacke mit dem Rollator zum Büchsenbiertreff auf dem Bahnhofsvorplatz bewegt.

FRAGE:

Schon wieder ein Stück, in dem Bassisten schlecht wegkommen. Muss das sein?

SPRANGER:

Ja, ich weiß: Bassisten leiden schon genug in der Realität. Trotzdem. Keine Zensur. Vor allem nicht im eigenen Kopf. Die Bassisten müssten mal auf die Straße gehen. Oder in einer konzertierten Aktion E-Gitarristen und Sänger vermöbeln. Oder Autoren. Alle Typen, die scharfe Mädels bekommen.

FRAGE:

Ostdeutsche und Belgier kriegen auch ihr Fett weg. Ist das politisch korrekt?

SPRANGER:

Nein, das ist natürlich überhaupt nicht korrekt, aber die Ostdeutschen halten das aus. Früher haben die Stasi-Witze gemacht. Jetzt ist unsere ostdeutsche Kanzlerin in der ganzen Welt gefürchtet. Obwohl ihr Torjubel im Fußballstadion niedlich ist. Die Arme erst halb nach oben. Mit geballten Fäusten. Dann erinnert sich Angie, dass das im Fernsehen kommt. Und bremst ab. Putzig irgendwie: So schaumgebremst. An die Existenz Belgiens glaube ich nicht. Ich bin angeblich mal durchgefahren. Aber das war nachts – ich fall da nicht drauf rein.

FRAGE:

Wie fühlt es sich an einer Adaption zu arbeiten?

SPRANGER:

Fühlt sich gelegentlich an wie eine geführte Besichtigungstour. Wichtig ist, ob man trotz der Vorgaben Leidenschaft für Thema und Story entwickeln kann. Das ging bei ANARCHOSHNITZEL ganz gut.

FRAGE:

Angeblich sollte ursprünglich John Lydon eine Rolle in der Stuttgarter Uraufführung übernehmen. Warum wurde nichts daraus?

SPRANGER:

Es gab musikalische Differenzen. Außerdem ist er im Elfmeter-Schießen gescheitert.

ANARCHOSHNITZEL SCHRIEEN SIE

URAUFFÜHRUNG
04.07.2012
Studio Theater Stuttgart

 

ANARCHOSHNITZEL SCHRIEEN SIE
Bühnenfassung von Roland Spranger nach dem gleichnamigen Roman von Oliver Maria Schmitt

Was macht man als unzufriedener, aufbegehrender Jugendlicher in der schwäbischen Provinz? Gleichgesinnte suchen, eine Band gründen und die Gitarren aufheulen lassen.

Dies war auch die Devise von Peter Julius Hein und seinen Kumpels, denn sie taten sich zur “unbegabtesten, zerstrittensten Punkband Deutschlands” zusammen. Ruhm und Geld blieben aus – die Band löste sich schnell wieder auf. Zwanzig Jahre später hat die bürgerliche Bequemlichkeit die jugendlichen Revoluzzer von damals scheinbar eingeholt. Doch dann erhält Peter, inzwischen Mittdreißiger und antriebsschwacher Rebell, überraschend einen Anruf von Dr. Jürgen Hollenbach, genannt Hollo. Dieser weiß zu berichten, dass die damalige Sängerin der Gruppe, Itty Lunatic, ein Band-Comeback anlässlich eines aufsehenerregenden Fernsehauftritts angekündigt hat. Die alte Band soll noch einmal gemeinsam an den Start gehen! Und die Möglichkeit auf ein Wiedersehen mit Itty setzt bei Peter leidenschaftliche Gefühle frei, denn sie war – und ist noch immer – seine große Liebe. So begeben sich Peter und sein Freund Hollo, undurchsichtiger Arzt mit exzessivem Lebenswandel, auf einen Auto-Trip, um die ehemaligen musikalischen Mitstreiter zusammen zu trommeln. Stationen dieser rasanten Fahrt sind Stuttgart, Thüringen, die Insel Rügen und letztendlich Köln. Auf die Reisenden warten zahlreiche abenteuerliche Situationen und schräge Erlebnisse im Osten und Westen der verspießerten Republik. 

Grundlage der Inszenierung ist der erste Roman von Oliver Maria Schmitt (Jahrgang 1966). Es geht um Rebellion, Punk-Musik und die große Liebe. Ebenso kenntnisreich wie grotesk-überdreht bringt Schmitt – ehemaliger Chefredakteur des Satiremagazins “Titanic” – seine Themen auf den Punkt.
Für die Romanadaption zeichnet der Autor Roland Spranger verantwortlich.
In seinen Stücken, z.B. ›Junimond‹und ›Tiefseefische‹, nähert sich Spranger mit präzisem Gespür subkulturellen Bereichen und medialen Phänomenen. Sein Jugendstück “Das Comeback des Jahres” wurde kürzlich in Detmold zur Uraufführung gebracht.

 

KRIEGSGEBIETE – Rezension bei “Leser-Welt”

Das Schönste an der Rezension von Eva Hüppen (bei “Leser-Welt – Das Literaturportal”): Die Kritikerin kommt ohne Spoiler aus! Sonst werden ja schon manchmal wichtige Story-Twists aus dem letzten Viertel des Buchs oder bei einem Krimi auch mal der Mörder verraten. Und zwar nicht nur von Kritikern! Keine Ahnung wie oft ich schon von Klappentexten und Film-Trailern angegriffen wurde, die zu viel von der Handlung ausposaunen. Als Autor verdrehst du die Augen, als potentieller Leser oder Kinobesucher bist du anschließend spaßgebremst. Eva Hüppen schafft es jedenfalls ein detailliertes Bild von KRIEGSGEBIETE zu zeichnen, ohne einen Spoiler einzubauen. Na bitte: Geht doch!

Am Ende kommt sie übrigens zu dem Fazit: “Unbedingt lesen!”

Hier die vollständige Rezension:

http://www.leser-welt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5732%3Akriegsgebiete-roland-spranger&catid=36%3Akrimisundthriller&Itemid=139

TOTALER FUSSBALL-WAHNSINN

07. Juni – Totaler Fußball-Wahnsinn im KunstKaufHaus Hof. Die Dreierkette mit Roland Spranger, Hendrik Ertel und Dominic Kriegel (vlnr.) steht. David Beckham im Hintergrund ist chancenlos. Nicht auf dem Foto sind Hannes Buchta und Michael Ertel, die ihre Position halten und wichtige taktische Vorgaben beim Stellungsspiel ohne Ball erfüllen. So wie die spielentscheidenenden Joker Thanos Kießling, Uli Nuß und Jörg Mielentz. Natürlich war auch der KAISER anwesend.

 

KRIEGSGEBIETE – Der Arbeitsalltag meiner Lektorin Eva Weigl

Roland Spranger zusammen mit Eva Weigl während der Premieren-Lesung zu KRIEGSGEBIETE
Foto: Annie Sziegoleit

Ralf Sziegoleit beschreibt in seinem Artikel “Jeden Tag ein Roman” (Frankenpost) den Arbeitsalltag meiner Lektorin Eva Weigl.

Zitat: “Der unabhängige Verlag (anm: BOOKSPOT) hat sich auf zwei Genres spezialisiert: Krimis und Thriller sowie historische Romane. Weigl ist für die harten Sachen zuständig und hat es mit einer Flut von Manuskripten zu tun: Praktisch jeden Tag kommt ein neues mit der Post; in der historischen Abteilung sind es doppelt so viele. Gutes jedoch ist nur selten dabei: Die meisten Einsendungen werden nach Lektüre des Exposés und einiger Textseiten für untauglich befunden. Aber gelegentlich kommt, sagt Weigl, ein Diamant zum Vorschein. Genauer gesagt: ein Rohdiamant, der es verdient, geschliffen zu werden. Sprangers Thriller “Kriegsgebiete” war so einer.”

Hier der vollständige Artikel:

http://www.frankenpost.de/regional/feuilleton/fp/kunstundkultur/Jeden-Tag-ein-Roman;art6787,2026052

 

 

 

2mal 45 Minuten – Totaler Fussball-Wahnsinn

Das offensiv aufgestellte Team um Spielertrainer Roland Spranger will auch am

07. Juni 2012

im Hofer KunstKaufHaus

oben mitspielen.

Die Einstellung stimmt. Unter dem Motto „Totaler Fussball-Wahnsinn“ werden die Spieler gutes Zweikampfverhalten bei Themen wie

„Das Wunder“

Sex und Fußball

Tätowierungen

Böse Fouls

Schwalben

Spielerfrauen

Damenfußball

Fußballgötter

Wutreden

Schiedsrichterfehlentscheidungen

und

Haribo

zeigen. So weit, das der Rasen zulässt.

Video-Beweise, versteckte Fouls, Fangesänge und schräge Kommentare sind Teil der Taktik.

Neben Roland Spranger gehören zur Mannschaftsaufstellung:

Hendrik und Michael Ertel, Uli Nuß, Dominic Kriegel, Thanos Kießling und Hannes Buchta.

Wenn sich weitere Spieler aufdrängen, erfolgen noch überraschende Nachnominierungen.

Der Anpfiff erfolgt um 20 Uhr 15 durch den KAISER. 

 

Ab diesem Abend präsentieren „Elf Freunde“ aus Nürnberg Siebdrucke zum Thema „Fußball“ im Kunstkaufhaus. Die Ausstellungseröffnung findet bereits um 19 Uhr statt.